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18.9.08 bis 27.11.08 Das Schatzkästchen der TCM

Essentials der chinesischen Medizin für Feng Shui Berater

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Isabelle Gouillou, HP


„Das Schatzkästchen der chinesischen Medizin“
Essentials der Chinesischen Medizin für Feng Shui-Berater

Ein gemeinsames Projekt des Feng Shui College Berlin und der Allgemeinen Berufsakademie für Heilpraktiker

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts, vor dem Höhepunkt der modernen westlichen, technokratischen Medizin, war man in Ärtzekreisen noch der Meinung, dass Krankheiten durch einen Orts- und/oder Klimawechsel kuriert werden könnten. Dieses Konzept finden wir auch im Feng Shui wieder, hier werden die räumlichen Konzepte jedoch wesentlich detaillierter und unter der Einbindung der klassischen chinesischen Medizin beschrieben.

In der Feng Shui Berater Praxis geschieht es recht häufig, dass Kunden sich auch mit gesundheitlichen Problemen, wie zum Beispiel Schlafstörungen, an den Feng Shui Berater Ihrer Wahl wenden. Gerade in dieser Situation ist nach hohen ethisch-moralischen Grundsätzen zu verfahren, auf keinen Fall darf der Berater hier eine Qualifikation vorgeben über die er nicht verfügt. Gesundheitliche Probleme sind jedoch in der Regel multikausal angelegt, eine Feng Shui Maßnahme kann daher durchaus einen tonisierenden Einfluss haben. In bestimmten Situationen hoher energetischer Einseitigkeit kann der Berater durchaus über Körperhaltung, Atmung, Gesichts- und Augenfarbe schon auf eine bestimmte gesundheitliche Prädisposition seitens des Klienten schließen. Wenn wir als Feng Shui Berater diese Symptome nicht wahrnehmen, kann sich die Situation des Kunden durch unsere Feng Maßnahmen unter Umständen sogar verschlechtern.

Ein Beispiel:

Unser Kunde ist ein erfolgreicher Anwalt. Er ist übergewichtig, und weist folgendes Verhalten auf: laute, gespannte Stimme, Anwandlungen von Ungeduld oder von Ärger, glänzende, leicht gerötete Augen, eine große Empfindlichkeit gegen Luftzug oder, im Gegenteil, eine große Vorliebe für frische Luftzirkulation.
Eine Frage die wir unserem Kunden an dieser Stelle sofort stellen können ist, ob er unter Bluthochdruck leidet. Diese Frage wird er mit hoher Wahrscheinlichkeit bejahen.

Im Westen wird Bluthochdruck in 80% der Fälle lakonisch als essentiell (weil ohne organische Verursachung) bezeichnet. In der TCM dagegen wird er je nach energetischer Ausgangsstörung als Blut-Leere des Herzens, als aufsteigendes Leber-yang oder als yin-Leere der Leber individualisiert, um nur einige solcher Diagnosen oder, besser gesagt, Muster zu nennen.

In unserem Beispielfall könnten die aufgezeigten Symptome in Kombination mit der spezifischen Wohnsituation durchaus den Verdacht auf aufsteigendes Leber-yang lenken.
Dieses Muster ist meist die Folge einer relativen Erschöpfung der Yin-Energie, charakterisiert z.B. durch Unruhe, Durchschlafstörung, heiße Hände oder Fußsohlen; dadurch kann der Yang-Anteil nicht ausbalanciert werden und entweicht zwangsläufig nach oben, das heißt zum Kopf oder Gesicht. Der Patient erlebt dieses Phänomen als pulsierende Kopfschmerzen, als Hitzegefühl im Kopf, als Erhöhung des Augeninnendrucks (Glaukom oder „grüner Star“), als plötzliche Zornesausbrüche, usw.

Anhand dieses Beispiels wird sehr schön deutlich, wie die einzelnen Konstrukte der Syndromlehre miteinander kombiniert werden. Wir haben es hier mit einer Yin-Krankheit zu tun (Lehre von Yin und Yang), es handelt sich um eine Leere mit Fülle-Symptomatik (Acht Leitkriterien), besondere pathogene Agentien könnten hier Luftzug (exogen) oder Ärger (endogen) sein, es handelt sich um eine Störung des Zang-Beamten Leber, möglicherweise mit noch einigen Begleitsymptomen in den Wandlungsphasen Holz und Erde.

Diese Beobachtungen sind für unsere Feng Shui Empfehlungen essentiell. Ein Umfeld mit zu starkem Yang wäre in diesem Fall absolut kontraproduktiv. Im Gegenteil sollten wir bei unseren Empfehlungen darauf achten, dass ein eher Yin-lastiges Umfeld entsteht, in dem das aufsteigende Yang balanciert wird. Auf jeden Fall wäre es zu vermeiden noch mehr Anteile der Wandlungsphase Holz in das Umfeld des Klienten einzubringen, da dies das Leber Yang noch stärker aufsteigen lässt, verspielte helle pastellige Farben oder gar grellrote Flächen sind daher zu vermeiden. Verstärkte Kopfschmerzen, höhere Ungeduld bis hin zu cholerischen Ausbrüchen könnten die Folge sein.

In unserer Feng Shui Empfehlung müssen wir uns also vor allem darauf konzentrieren das aufsteigende Leber Yang abzuleiten.

Auf Ebene der 5 Elemente, die ein zentrales Konzept des Feng Shui sind, könnte dies über die Elemente Yin Feuer und Erde geschehen. Für die Farbwahl wären das also eher erdige, beruhigende Töne mit einem dunklen tiefen ruhigen Rot oder Blau-Ton als Akzentfarbe. Ein Arbeitszimmer im „Gelsenkirchener Barock“ mit dunklen erdigen Tönen wäre ebenfalls eine geeignete Maßnahme für unseren Klienten, helle Holzsorten wie Ahorn wären contraindiziert. Eine Alternative wäre noch Metall in das Umfeld einzubringen – klare Strukturen, geregelt Abläufe, weiße Wände und ein reizarmes Umfeld, denn Metall kontrolliert Holz.

Auf Ebene der Formschule wäre vor allem auf die Ergonomie am Arbeitsplatz zu achten. Nimmt der Klient am Arbeitsplatz eine Fehlhaltung ein, die das Holz noch weiter staut? Existiert ein Sha-Einfluß, der den Lebermeridian betrifft? Das wäre zum Beispiel in Situationen denkbar, in denen der Klient an einem Schreibtisch mit zwei Arbeitsplätzen (PC/Schreibfläche) arbeitet und sich bei der Arbeit am PC in eine Fehlhaltung begibt bei der die Schreibtischplatte den Bauchbereich berührt (denkbar bei abgewinkelten Arbeitsflächen). Eine weitere Möglichkeit wäre ein Arbeiten in beengter räumlicher Situation, bei der die Wade des Klienten ständig auf dem Gehäuse des PC aufliegt (Wenn man jetzt wüsste welcher Meridian hier liegt…) usw.

Auf Ebene des Bazhai wäre die persönliche Sheng Qi Richtung contraindiziert, Sheng Qi wird nicht nur auf energetischer Ebene dem Holz zugeordnet, es ist dazu noch die stärkste der 8 Richtungen und erzeugt ein sehr starkes Yang. Die Richtungen Tian Ji oder Nian Yan wären angemessener.

Auf Ebene der Fliegenden Sterne währen vor allem 3/4, 3/9, 3/7 und 3/6 Kombinationen zu beachten, da Zhen 3 ja das Emblem der Leber ist. Konflikte dieses Sterns im betreffenden Zimmer des Klienten sind besondere Beachtung zu widmen, vor allem wenn Sie im persönlichen Kua des Klienten auftreten.

Eine weitere interessante Anwendung entsteht natürlich in Verbindung mit dem Bazi Suanming. In der Anwendung der „Schicksalsberechnung nach den Acht Zeichen“ werden wir die energetische Ungleichgewichtigkeit unseres Klienten erkennen und mit bestimmten Verhaltensmustern assoziieren können. Über Einsicht in den Lebensverlauf und die „Fließenden Jahre“ kann eine Zuspitzung der energetischen Einseitigkeiten antizipiert werden um präventiv zu handeln. Über eine Coaching-ähnliche Situation können wir damit das „konstruktives Verhalten“ des Klienten herbeiführen. Auch wäre der Einsatz von günstigen Richtungen denkbar, da wir die 12 Erdzweige wieder über das Organsystem abgleichen können.


Wie Sie sehen stellt sich eine intensive Interaktion zwischen TCM und Feng Shui ein. Der Beratungsnutzen auf Kundenseite und der Zugewinn an Kompetenz beraterseitig sind dementsprechend. Darüber hinaus entstehen tiefe Einblicke in die daoistische Philosphie, die ja einen großen Anteil des Feng Shui bildet. Aber auch in punikto "Selbsterkenntnis" wird sich bei den Teilnehmern einiges tun. Gerade die Typenlehre nach den 5 Elementen mit den zugehörigen Krankheitsformen liefert für wiederkehrende Krankheitsmuster faszinierende Erklärungen die bis zu Verhaltensempfehlungen gehen können.


Das Feng Shui College Berlin und die Allgemeine Berufsakademie für Heilpraktiker bieten das achtteilige Seminar „Das Schatzkästchen der chinesischen Medizin“ - Essentials der Chinesischen Medizin für Feng Shui-Berater mit folgendem Ziel gemeinsam an:

Der Feng Shui Berater und der in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) bewanderte Heilkundler verfolgen bei Ihrer Arbeit das gemeinsame Ziel, einen gestörten Qi-Fluß wiederherzustellen, der eine den Qi-Fluß in dem Bezugsrahmen Mensch, Raum und Zeit, der andere in dem Bezugsrahmen Geist, Körper und Seele des Menschen.

Das achtteilige Seminar soll dem angehenden oder bereits praktizierenden Feng Shui Berater einen Überblick über die Konstrukte der Chinesischen Medizin vermitteln. Er wird mit den wichtigsten Werkzeugen der TCM vertraut gemacht:

- Die Lehre von yin und yang
- Acht Leitkriterien
- Pathogene Agentien
- Funktionen und Störungen der Zang Fu
- Fünf Wandlungsphasen
- Die Meridiane
- Einfache Gesichtsdiagnose

Es versteht sich, dass wir in dem begrenzten Rahmen dieses Seminars keine TCM-Therapeuten ausbilden können. Der Feng Shui Berater kann aber seine Analyse der Wohnsituation hinsichtlich des Bezugsrahmens „Mensch“ abrunden und um die Dimension der chinesischen Medizin bereichern.

Nutzen:
- Bessere Einschätzung der Prädisposition des Klienten
- Erarbeitung hochpersonalisierter Empfehlungen für den Klienten
- Bessere Beratungserfolge
- Erhöhung der eigenen Kompetenz
- Erwerb eines Alleinstellungsmerkmal gegenüber der Konkurrenz
- Einblicke in die eigene Disposition und das eigene Verhalten
- Hintergrundwissen in die daoistische Philosophie

Referentin:
Isabelle Guillou geb. 1962 in Nantes (Frankreich).
Abitur, musikwissenschaftliches Studium an der Universität François-Rabelais in Tours. Ausbildung zur Fremdsprachensekretärin, 1985 Wohnortverlagerung nach Berlin, Chefsekretärin bei der französischen Militärregierung. Danach Übernahme und Leitung eines mehrsprachigen Übersetzungsbüro. 1991 Verkauf des Übersetzungsbüro, Ausbildung zur Kosmetikerin, Arbeit an einem französischen Kosmetikinstitut. 1994 Zulassung zur Heilpraktikerin, 1994 Eröffnung Naturheilpraxis mit den Schwerpunkten Klassische Homöopathie, Akupunktur (TCM) und Ohrakupunktur. Seit 2000 zusammen mit Lebenspartner Ralf Barenbrügge Inhaberin der Allgemeinen Berufsakademie für Heilpraktiker.

Unterrichtszeiten:
8 Donnerstage jeweils 18:30 bis 21:30 Uhr
18.9.`08, 25.9., 2.10., 9.10., 16.10., 6.11., 13.11, 27.11.

Preis: 390,- EUR (incl. 16% MWSt.). Zahlungsmöglichkeit in drei Raten (bis 18.9.; 18.10.; 18.11.) á 130,- EUR.

Teilnehmerzahl & zu Stande kommen:
Wir gehen von ca. 12-15 Teilnehmern aus. Das Seminar kommt zu Stande, wenn sich bis zum 18.8.08 mindestens 10 Teilnehmer angemeldet und Ihre Anzahlung geleistet haben.

Veranstaltungsort:
Feng Shui Center Berlin, Karl-Schrader-Str. 6, 10781 Berlin

Anmeldung:
Nachdem Sie sich per E-Mail angemeldet haben, bekommen Sie eine Anmeldebestätigung mit Wegbeschreibung und genauen Seminardaten zugeschickt. Ihr Seminarplatz ist verbindlich für Sie reserviert, nachdem Sie eine Anzahlung von 50,- EUR überwiesen haben.


Klicken Sie hier, um zu unserem Anmeldeformular zu kommen.



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