Feng Shui Glossar
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Feng Shui, Geschichte des
Mythologie
Die erste Erwähnung die auf Feng Shui hindeutet rankt sich um die Entdeckung des Lo Shu durch den mythologischen Zivilisationsgründer, den Herrscher Yu.
Das Hauptanliegen der Chinesen war damals noch Ackerbau und Viehzucht und das größte Problem bestand darin, daß die Ansiedlungen, bedingt durch die Geografie Chinas, immer wieder von Dürre und Überschwemmungen heimgesucht wurden. Der Herrscher Yu soll es geschafft haben den Fluß Lo (Gelber Fluß) mittels Staubecken und Bewässerungskanälen zu bändigen, so daß vorher vertrockneter Boden als Ackerland genutzt werden konnte und die Überschwemmungen durch Überlaufflächen vermindert wurden.
Als Emblem seiner Errungenschaften erschien Ihm aus dem Fluß Lo (Der gelbe Fluß der eine zentrale Position in der frühen chinesischen Zivilisation einnimmt) eine Schildkröte die das Muster des magischen Quadrates trug (alle Zahlen, ob horizontal, vertikal oder diagonal zusammengezählt ergeben immer 15).
Eine weitere Legende berichtet, daß der Geist des Flußes Lo, Fu Fei, durch den Bogenschützen Yi zur Heirat gezwungen wurde. Der Bogenschütze Yi wurde durch den Herrscher Yao besiegt, aber dessen Regentenschaft wurde nur dadurch ermöglicht, daß der Bogenschütze Yi die Welt rettete indem er neun von zehn Sonnen die zur gleichen Zeit am Horizont aufgegangen waren vom Himmel herunterschoß. Er erzwang in anderen Worten den Gehorsam der Sonne, was sicherlich ein Verweis auf die Regulation von Zeit ist.(nach: D.R.Feuchtwang)
Das Lo Shu ist also das Produkt eines Flußes der Legenden über die Organisation von Zeit in sich vereint. Eine weitere Verbindung entsteht durch Fu Fei, entweder die Schwester oder die Tochter eines weiteren legendären Herrschers Fu Hsi, der als erster die Sequenz des frühen Himmels in Übereinstimmung mit den acht Winden, den acht Richtungen und den acht Teilen des menschlichen Körpers festlegte. Eine weitere Legende verbindet die Erfindung des Kompaß mit ähnlichen kosmologischen Entdeckungen. Der Gelbe Kaiser (Hung Ti) kam wie schon der Kaiser Yao nicht ohne seinen Erzrivalen Ch´ih-yu aus. In einigen Versionen des Mythos war Ch´ich-yu der Himmelsminister des gelben Kaisers. Er war der legendäre Erfinder der Metallwaffen und wurde während der Han Dynastie vom Militär zum Gott erhoben und angebetet. In seiner Schlacht mit dem gelben Kaiser erzeugte Ch´ih-yu einen Nebel, worauf der Kaiser in der Version von Granet (1959, p. 352) mit der Erfindung des Kompaß konterte. Später in der Schlacht, als der gelbe Kaiser kurz vor der Niederlage war, schickte ihm der Himmel (T´ien) Hsü Nü (Das dunkle/geheimnisvolle Mädchen) die ihm einen Glücksbringer überbrachte, worauf er die Schlacht gewann. Hsü Nü, oder eine Sagengestalt, die ihr sehr ähnlich ist, ist mit Fu Hsi und Ch´ich-yu zusammen eine Art mythischer Schutzpatron der Kunst der Geomantie. Das Neun Himmel und Geheimnisvolle Mädchen Raum und Wasser Begrenzung Handbuch erwähnt ein ähnliches Mädchen bei dem geheimnisvoll durch dunkel ersetzt wurde, die die Himmelsrichtungen bei Tag durch die Bewegung der Sonne und bei Nacht durch die Bewegung der Sterne durch die 28 Mondhäuser bestimmt. Das Handbuch spricht die Erfindung der Kompaßnadel Ch´ih-yu zu, was für den Erfinder der Metallurgie nicht unpassend wäre.
(Stephen D.R. Feuchtwang)
21. - 16.Jh. v. Chr. Legendäre Xia Dynastie.
Das Orakel des I Ging kann bis zur Xia-Zeit zurückverfolgt werden. Es besteht aus 64 Hexagrammen die durch Manipulation von Schafgarben bestimmt werden. Es war von grundliegender Bedeutung für alle zukunftsvorhersagenden Systeme Chinas und im gesamten Kaiserlichen China 221 v.Chr. bis 1912 n. Chr. verbreitet.
ca. 16. bis 11.Jh. v. Chr. Shang Dynastie.
Der Auslauf der Shang Dynastie markiert das Ende der neolithischen Periode. Schriftzeichen auf Knochen, Bronzewaffen, Seidenherstellung und Kultgefäße zeugen von einer hohen Entwicklungsstufe.
Die Zhou, siniserte nomadisierende Stämme, siedeln im Wei-Tal (Provinz Shaanxi). Legitimierung der Herrschaft durch das Mandat des Himmels (Ge ming). Die Ablösung einer abgewirtschafteten Dynastie gilt als Vollzug der Willenbildung des Himmels. Eine eigene Identität entsteht - die Staaten der Mitte, umgeben von ausländischen Barbaren.
Während der Shang Dynastie war eine Wahrsageform verbreitet die Knochen, im wesentlichen aber Schildkrötenpanzer benutzte. Während einer Anrufung bzw. Fragestellung wurden glühende Nadeln in einen Schildkrötenpanzer gebohrt. Die so entstandenen Risse und Sprünge wurden als Antwort des Orakels verstanden und interpretiert.
Ihr Imperium zerfällt in konkurrierende Streitende Reiche: Philosophische Richtungen blühen auf (hundert Schulen), reisende Ratgeber begründen Konfuzianismus, Daoismus und Legismus.
11. Jh. - 256 v. Chr. Zhou Dynastie.
Erwähnung von Kan Yu (Himmel/Erde) im Buch Zhouli (Buch der Riten, entstanden 722 80 v.Chr.) während der Zhou Dynastie. Die chinesische Geomantie: Kanyu oder Feng Shui. Die Bezeichnung Kanyu enthält die beiden Schriftzeichen kan mit der Bedeutung Bedeckung, hoher Ort und yu mit der Bedeutung Wagen, tiefster Punkt eines Wagens, Sänfte. In der Bezeichnung Wagen mit Dach (kanyu) bedeutet das Zeichen kan Himmel und das Zeichen yu Erde. Die Verwendung dieses Begriffes für Prognosetechniken basiert auf einem Zitat aus dem Yijing ( 13. Kapitel, 3. Absatz): Durch das Hinaufschauen zum Himmel, um die Himmelskörper zu betrachten und durch das Hinabschauen zum Boden, um die natürlichen Einflüsse der Erde zu überprüfen, kann man Erkenntnisse erhalten über den Ursprung von Yin und Yang (=Leben und Tod, Tag und Nacht, der Ursprung aller Dinge). Es ist darauf hinzuweisen, daß bereits im Buch Zhouli Über die Riten des Königreiches Zhou (entstanden 722 -80 v. Chr.) ein Kanyu Jing (Klassiker des Kanyu) genannt wird. Darin werden die Spezialisten des Kanyu als eine Schule für Wahrsagerei genannt: Die heutige Auffassung, daß der Begriff Kanyu einzig und allein die Beschäftigung mit der Erdstruktur beinhaltet, ist daher falsch. Die Prognosetechnik war deshalb der Vorläufer des heute bekannten Feng Shui, welche die Beurteilung der Erde (xuang di) professionalisierte.
841 v.Chr. Beginn der datierten Geschichtsschreibung
221-207 v. Chr. Qin Dynastie.
Shi Hungdi (Der Gelbe Kaiser) schafft durch Despotismus das erste geeinte Reich Qin (Chín = China). Er zentralisiert die Verwaltung, Währung und Spurbreiten von Wagen. Frühere Befestigungen werden zur Großen Mauer verbunden. Nach dem Tod des ersten Kaiser, der sich bei Xian mit einer Tonkriegerarmee verewigt, wird die Dynastie gestürzt.
Während der Qin Dynastie (221-207 v. Chr.) war die Kunst des Xuangdi bereits bekannt. Vermutlich läßt es sich ebenfalls bis in die Shang Dynastie zurückverfolgen. Man verstand darunter die Beobachtung und Beurteilung der Erde. Vor der Entstehung des Feng Shui verfügten die Chinesen bereits über Wissen wie man den angenehmsten Ort zum Leben aussucht. Häuser wurden gemeinhin nördlich einer Flußbiegung gebaut, mit dem Rücken nach Norden und nach Süden blickend um im Winter die kalten Nordwinde abzuhalten und möglichst viel Sonne (=Wärme) zu erhalten. (Es gab damals noch keine Zentralheizung. Man gab glühende Kohle in ein leeres Faß und setzte sich darüber um nicht zu erfrieren). Im Sommer bekam man auf diese Art auch noch eine kühle Briese vom Fluß her.
Archäologische Ausgrabungen deuten darauf hin, daß die vorgeschichtlichen Chinesen folgende Punkte beachteten um Wohnstätten zu bauen:
a) ein möglichst höher liegendes Gelände
b) direkte Nähe zu einem Fluß um genug frisches Wasser zur Verfügung zu haben
c) trockener, entwässerter Boden für ein gutes Fundament
d) gute Zugangswege
e) ein friedliches Umfeld, vorzugsweise umwachsen von Bäumen
Xuang di bereitete damit die Grundlage zur Entwicklung des späteren Feng Shui. Während des feudalen Chinas entwickelte sich das Wissen um Xuang di immer weiter, was an Hand der vielen geschichtlichen Bücher über Geographie nachgewiesen werden kann, in denen es um die Interaktion zwischen Bergen, Wasser, Vegetation und Tieren geht. Das Konzept der Dimai der Arterien und Venen der Erde wurde ebenfalls in dieser Periode entwickelt. Dimai beschäftigt sich mit Bergverläufen und Tälern. Sie formen das Erd Chi, das von den ersten Geomanten studiert wurde. Die Sage erzählt, daß der Mann, der für die Erbauung der großen Mauer verantwortlich war durch eigene Hand starb, weil er die Venen der Erde verletzt hatte. Auch die Beschäftigung mit Grabplätzen fand hohe Beachtung.
Qin Shi Huangdi, der Gründer der Qin Dynastie ließ aus Angst vor Rivalen viele natürliche Bergformationen zerstören, da dies die Plätze waren von denen aus die Geburten der zukünftigen Kaiser vorhergesagt wurden. Seiner Meinung hatten diese Plätze kaiserliches Chi.
Die Qin waren sehr spezifisch in der Wahl ihrer Grabplätze. Sie ließen sich mit dem Kopf nach Westen begraben und ließen das Grab nach Osten zeigen. Das lag wahrscheinlich an der Lage Ihres Kaiserreiches (im Westen von China). Die Qins wollten in östliche Richtung expandieren und zur gleichen Zeit Ihrem Kaiserreich im Westen Tribut zollen.
Das vor kurzem entdeckte Grab mit den berühmten Tonkriegern ist das Grab des Qin Shi Huangdi. Der Gelbe Kaiser ließ wegen historisch verbrämter Kritik an seiner Person fast die gesamte historisch-didaktische Literatur verbrennen somit auch viele konfuzianische Texte die später mühevoll rekonstruiert werden müssen. Erste geschichtlich bekannte Bücherverbrennung.
Han Dynastie. 206 v.Chr. bis 220 n.Chr.
Aus dieser Dynastie leitet sich die ethnische Mehrheit der Chinesen ab. Auf Chinesisch bedeutet Chinese Leute der Han. Dieses Zeitalter ist geprägt von militärischer Expansion. Die Armeen der Han annektieren den Norden Vietnams und Koreas, der Vorstoß in den Westen erlaubt Karawanenverkehr entlang der Seidenstraße.
Das überdehnte Machtgebiet zerfällt erst in die Drei Reiche, später in die Südliche und Nördliche Dynastien. Fast 400 Jahre lang toben die später romantisch verklärten Bürgerkriege. Dennoch gibt es Fortschritte in der Wissenschaft. Der Buddhismus breitet sich aus, Medizin, Astronomie und Kartografie entwickeln sich.
206-24 v. Chr. Westliche Han.
Das Konzept der Dimai wurde weiter entwickelt, die Bergverläufe wurden immer genauer studiert und der Begriff der Drachenadern stammt aus dieser Zeit. 1973 wurde eine Begräbnißstelle aus der Westl. Han Zeit entdeckt (Mawangdui). Man entdeckte sehr akkurate Karten und Zeichnungen in denen Flußläufe und Bergketten eingetragen waren. Trotzdem war Feng Shui mit Aberglauben verbunden, da die meisten Menschen den rationalen Aspekt der Geografie nicht verstanden.
(25 v.Chr-220 A.D.) Östliche Han.
Die Menschen der östlichen Han Dynastie legten sehr großen Wert auf Ihre Begräbnisstätten. Die Idee dahinter war, daß Wohlstand für die Lebenden nur erreichbar wäre, wenn die Toten in einem guten Grab lägen. Dies führte zum ursprünglichen Konzept des Feng Shui. Viele Gelehrte glaubten nicht an Feng Shui, waren jedoch trotzdem sehr wählerisch in der Wahl Ihrer Umgebung. Einige Auswahlkriterien waren: ein Berg im Rücken, die Nähe eines Flußes, eine weite Sicht vor dem Gebäude und Bäume in der Umgebung. Dies sind jedoch die grundliegenden Prinzipien des Feng Shui. Die Periode der östlichen Han hatte einen sehr großen Einfluß auf die momentane Praxis des Feng Shui. Die Idee, z.B., des stagnierenden Chi oder des Gestrandet sein am Ende einer Sackgasse ist ein wichtiger Faktor bei der Wahl eines Grundstückes oder beim Bau eines Hauses. Die Chinesen halten sich bis heute an diese Regeln, die aus der östlichen Han Dynastie bis zu uns übertragen wurden, eine Zeit in der Feng Shui anfing Form zu nehmen.
265-420 AD Jin Dynastie.
Während der Jin Dynastie lebte Guo Pu(276-324 A.D.). Er hinterließ den Begräbniß Klassiker (Zhang Shu). Dieses Buch beschäftigt sich vornehmlich mit der Formschule und wie man einen starken Energiepunkt in der Landschaft findet um ein Grab anzulegen. Es geht fast vornehmlich um Yin-Feng Shui. Man glaubte, daß Wohlstand und Erfolg nur möglich wäre, wenn die Ahnen ein gutes Grab hätten.
Der Begriff Feng Shui scheint zum ersten Mal im 4. Jh. n: Chr. aufgetreten zu sein, wobei er im Zangshu Das Buch der Gräber, folgendermaßen definiert wird: Das Qi reitet den Wind und verstreut sich und das Wasser begrenzt es und sammelt es. Im Altertum sammelten die Leute Qi und verstreuten es nicht. Es geht um das fließen lassen und sammeln von Qi. Deshalb heißt [die Technik] Wind Wasser (Feng Shui.) Es ist aber wahrscheinlich, daß diese Worte dem Gelehrten Guo Pu später untergeschoben worden sind und der Begriff Feng Shui erst in der Tang Zeit (618 - 906) entstand.
Der Begriff Formen-Kraft (Xing-Shi Pai) bezeichnet die frühe Schule des Feng Shui, die im Westen auch als Formen-Schule bekannt geworden ist. Man begann schon sehr früh, die Erde nach den fünf Wandlungsphasen und den fünf Tönen zu kategorisieren und bestimmte Gestalten von Bergen, Hügeln, Wasserläufen und anderen Landschaftsmerkmalen diesen zuzuordnen. Die früheste Technik einer Formen-Schule (Xing-Shi Pai) basiert auf dem Vorgehen den Berg besteigen bis man am Gipfel ist und den Berg absteigen und bis zur Quelle gehen (Luan Tou Pai), um auf diesem Weg die Konturen der Landschaft kennenzulernen. Die Entstehung der Formen-Kraft-Schule als eigenständige Anschauung im Gegensatz zur Kompaß-Schule ist in Tang und Song-Zeit zu datieren.
Die Formen-Kraft-Schule des Feng Shui entstand wahrscheinlich in der nördlichen und sehr bergigen Provinz Qiangxi, die sich im Inland Chinas befindet. Die konzeptionellen Grundlagen der Struktur-Qi-Schule« (Li Qi Pai) sind enger mit der Idee des Qi-Konzeptes in der chinesischen Philosophie verbunden als die der Formen-Schule.
Anmerkung: Die Struktur-Qi-Schule (Li Qi Pai) ist im Westen auch als Kompaß-Schule bekannt geworden. Mit der Entdeckung des Magnetismus sah man die Überlegungen einer immateriellen Struktur und eines materiell wirksamen »Qi« als bestätigt an und konstruierte ein hochabstraktes Weltgebäude, das beide Komponenten in sich einschloß. Weil in dieser Schule nicht die Form; sondern die Positionierung des Menschen in der Landschaft von Bedeutung war, wurde der geomantische Kompaß (LoPan) das wichtigste Werkzeug dieser geomantischen Schule, die mutmaßlich in der südlichen Küstenprovinz Fujian entstand. Die Struktur-Qi-Schule verbindet Numerologie und Beurteilung der Landschaft in sich und fand Ihren Höhepunkt während der Song Dynastie (960-1279 AD).
In dieser Zeit lebten viele bekannte Feng Shui Meister. Viele Ihrer Geschichten wurden im Jin Shu (dem Buch der Jin Dynastie) aufgezeichnet. In dieser Zeit wurden viele Feng Shui Geschichten erzählt, was die Verbreitung der Feng Shui Praxis sowohl in der herrschenden Klasse wie auch in der Bevölkerung dokumentiert.
420-581 AD Nördliche und Südliche Dynastien.
Der Kaiser Song Mingti war sehr eigen mit Tabus. Er verbot bei der Besprechung von Regierungsangelegenheiten den Gebrauch bestimmter Worte die sich auf unheilbringende Begriffe reimten.
Die Wahl des richtigen Bergäbnißplatzes war auch in dieser Zeitperiode ein wichtiger Punkt im Leben der Menschen.
Das Shui Jing Das Buch des Wassers, daß während der Zeit der Drei Königreiche (220-280 AD) geschrieben wurde, ist in dieser Zeitperiode weiter verfeinert wurde um noch mehr Details der chinesischen Flußläufe zu unterscheiden. Dies, zusammen mit dem Studium anderer Geografischer Studien, brachte ein breites Wissen zur Ermittelung von Harmonie zwischen Gebäuden und Landschaft hervor. Zweifellos bereicherte das Verständnis der Geografie die Feng Shui Praxis der alten Meister.
581-618 AD Sui Dynastie.
Restauration der Einheit und Aufstieg zur imperialen Größe werden abgelöst von der kurzlebigen Sui und der nachfolgenden Tang-Dynastie.
Der Sui Kaiser Yangjian war nicht sehr abergläubisch. Er stand der Praxis des Feng Shui sehr mißtrauisch gegenüber. Sein Premierminister hingegen konsultierte Xuang di Experten zur Umlegung seines Familiengrabs.
618 bis 907 AD Tang Dynastie.
Kulturelle Blüte, die Bauern erhalten Land, ein Netz von Kanälen und Kornspeichern erlaubt die Ausdehnung des Reiches bis nach Persien und in die Mandschurei. Beamte werden durch Examina ausgewählt, ein Zensus- und Steuersystem geschaffen, Strafgesetze kodifiziert. Dichtkunst, Schauspiel und Gelehrtenakademien florieren. Durch Handel und Diplomatie fassen fremde Religionen wie der Islam Fuß in China.
Während der Tang Dynastie wurde das Wissen des Xuang di wissenschaftlicher. Xuang di (später entstand daraus die Geographie) trennte sich langsam von Feng Shui, wobei Feng Shui mehr für Grabstätten zuständig war und langsam in den Bereich des Aberglaubens rückte, obwohl es eine gängige Praxis war.
Während dieser Zeit waren sehr viele Mönche und offizielle Würdenträger der kaiserlichen Verwaltung mit Feng Shui beschäftigt. Es gab mindestens ebenso viele berühmte Feng Shui Meister wie Kritiker. Die verschiedenen Schulen schrieben Bücher um die Wirksamkeit von Feng Shui zu untermauern.
Der Kaiser war sehr überrascht von der Popularität des Feng Shui. Es ist übrigens anmerkenswert, daß Feng Shui immer dann populär wurde, wenn es einen starken Kaiser gab und die Kultur aufblühte.
Während der Tang Dynastie lebte Meister Yao. Die Sage erzählt: Beim Jagen verfolgte Meister Yao einem Kaninchen. Das Kaninchen verschwand in einer Höhle und während er das Kaninchen in der Höhle suchte entdeckte er ein Buch über Feng Shui. Er wendete das Wissen des Buches an und erbaute danach sein Haus. Das Feng Shui des Hauses war so gut, daß ständig violette Wolken darüber schwebten. Der Kaiser konfiszierte darauf hin das Buch und wies einen Mönch an ein falsches Buch über Feng Shui zu schreiben. Böse Zungen behaupten, daß wäre der Beginn der Bagua Schule gewesen.
Am Ende der Tang Dynastie lebte Yang Yun Sung (834-900 AD). Er war Lehrer im kaiserlichen Palast. Es gab eine Rebellion, und der Herrscher mußte den Palast verlassen. Yang Yun Sung sammelte alle Bücher aus der Palastbibliothek zusammen die tragen konnte und verschwand im chinesischen Hinterland. Er hinterließ seine Erkenntnisse in Versform. Dadurch waren Sie sehr schwierig zu verstehen und sehr schwer interpretierbar. Er begründete das Prinzip: Du sollst die Geheimnisse von Himmel und Erde nicht verraten. Der Grund dafür lag in der Annahme, daß wir durch die Anwendung von Feng Shui in das Schicksal unseres Klienten eingreifen und dafür mit einem frühen Tod in Armut rechnen müssen, da wir gegen die Prinzipien des Dao verstoßen. Offensichtlich war Mitgefühl damals einer der weniger geschätzten Eigenschaften. Da Yang Yun Sung einer der wenigen Experten war, die kaiserliches Wissen in die Öffentlichkeit brachte, beruft sich heute fast jede Schule des Feng Shui auf ihn. Die Geheimhaltung die Yang Yun Sung übte, führte jedoch zu einer übermäßigen Mystifizierung, und letztendlich dazu, daß die gesamte Schule der Fliegenden Sterne ausstarb und über das Studium seiner Schriften und der seiner Schüler erst zum Beginn des 20. Jahrh. wiederbelebt wurde. Durch die unterschiedlichen Interpretationen seiner Texte entstanden nach der Tang Dynastie viele verschiedene Schulen des Feng Shui. Das Interessante war, daß keine von Ihnen direkten Zugriff auf das Wissen Yang Yun Sung hatte und nur Teile seiner Schriften enträtselt hatte. Trotzdem, oder vielleicht grade deswegen, behaupteten die verschiedenen Schulen im Besitz der alleine glücklich machenden Wahrheit zu sein und weigerten sich mit anderen Schulen zu kommunizieren um ihr Wissen auszutauschen. Yang Yun Sung selbst beschrieb vor allem den 24 Berge Erdring, die 72 Drachen, und die 12 Doppelberge / den Himmelsring.
907-960 AD Die Fünf Dynastien.
Feng Shui breitete sich bis in die letzten Ecken des Reiches aus. Im Westen bis zu den Wüsten der Provinz Dunghuang und im Süden bis zu den weniger bergigen Provinzen Zhejiang und Jiangsu.
Während dieser Periode erfolgte die Unterteilung des Feng Shui in YinZhai (Grabstätten) und YangZhai (Häuser der Lebenden).
960-1270 AD Song Dynastie.
Feng Shui war absolut en Vogue während der Song Dynastie. Es gab sehr viele bekannte Feng Shui Meister und eine umfangreiche Literatur aus dieser Zeit ist erhalten.
Einige Song Herrscher glaubten an Feng Shui, während andere ihre Zweifel hatten. Es gibt viele Geschichten, die die Wirksamkeit oder Unwirksamkeit von Feng Shui zum Thema haben. Feng Shui beeinflußte die Erbauung von Häusern und Grabstätten, die Anlegung von Bewässerungssystemen und damit wiederum die Geburt von Söhnen, die Gesundheit und den Wohlstand der Familie sowie den Erfolg bei der kaiserlichen Beamtenprüfung.
Dem Hauptaugenmerk galt die Wahl des richtigen Ortes und wie man eine vorhandene Wohnstatt so optimiert, daß sie möglichst glücksverheißend würde. Feng Shui behandelte vor allem Wohnhäuser und am wichtigsten war hierbei die Beurteilung der äußeren Umgebung, zum Beispiel die Art der Landschaft und die Richtung in Relation zum Gebäude.
Wenn ein Stück Land gutes Feng Shui hatte, hieß das jedoch nicht, daß das für alle Zeiten so bleiben würde. Auch konnte nicht jeder von gutem Feng Shui profitieren, da jedes Stück Land einen rechtmäßigen Besitzer hatte.
Es gab viele Tabus die zu beachten waren. Es mußte z.B. ein glücksbringendes Datum errechnet werden, bevor man den Grundstein zu einem neuen Gebäude legte. Anderen Falls würde es eine Katastrophe geben. Viele Geschichten berichten von einem vorzeitigen Tod weil jemand so frei war die Anweisungen eines Feng Shui Meisters zu ignorieren. Was an dieser Stelle noch bemerkt werden sollte, ist die Tatsache, daß die meisten Geschichten über Feng Shui von respektierten Gelehrten geschrieben wurden und nicht von Feng Shui Meistern.
Die Song Zeit ist mit dem Zeitalter der Renaissance vergleichbar. Wissenschaft und Technologie waren sehr weit fortgeschritten, ebenso wie die Geographie. Die gemeinen Menschen nahmen dieses Wissen aber nicht so schnell an, so daß immer noch eine Menge Aberglaube mit der Feng Shui Praxis assoziiert wurde.
Lai Po Yee (Song Dynastie 960-1279 A.D.) entdeckt die Man´s Plate oder Menschen Platte, das Systems der Fünf Geister die Reichtum mit sich tragen und die Wasser Technik der assistierenden Sterne.
Ebenfalls während der Song Dynastie lebte Meister Sau Yung (1011-1077 AD). Er war ein großer I Ging Meister und entwickelte die Trigramm Schule und den Ring der 64 Hexagramme (Yuen Hong Da Gua).
Chung Tai Sung. Die Bestätigung der Feng Shui Prinzipien Er redet über den Zeit-Aspekt des Feng Shui und greift andere Schulen des Feng Shui an. Meister Yao entdeckte die Technik der Fliegenden Sterne und gab sie an Yang Yun Sung weiter. Der gab Sie an Chung Tai Sung weiter.
Meister Sam Chuk Yin (1848-1906) Meister Sam´s Fliegende Sterne. Die Technik der Fliegenden Sterne wird auch Xuang Kong (Himmel/Raum o. Leere) genannt. Es gibt auch eine numerische Bedeutung : eins / neun. Daher die Übersetzung: Meister Sam´s Studie von Himmel und Raum (Zeit).
1044 erste Rezepte zu Schießpulver im Wuijing Dao
(Sammlung der wichtigsten Militärtechniken)
1162-1227 Dschingis Khan
1260-1294 Kublai-Khan
1264 Beijing wird Hauptstadt
1271-1368 Yuan-Dynastie.
Türkische und mongolische Stämme unter der Führung von Dschingis Khan dringen 1211 nach China vor, durchbrechen die Große Mauer Nordchinas und besetzen 1215 Peking. Sein Enkel Kublai Khan errichtet die Fremdherrschaft der Yuan.
China wird Teil des mongolischen Weltreichs. Eine vierstufige ethnische Hierarchie führt zur Benachteiligung der Chinesen. Die Bevölkerung halbiert sich von 120 auf 60 Mio. Ende der Dynastie durch Naturkatastrophen und Aufstände in Südchina.
1271-1295 Reisen des Marco Polo
1368-1644 Die Ming Dynastien
Rivalitäten, Naturkatastrophen und Bauernaufstände stürzen die Fremdherrschaft, mit den Ming nehmen wieder Chinesen die Macht. Ihre Streitkräfte stabilisieren das Reich, ihre Flotten dringen bis nach Südostasien, bis in den Indischen Ozean und nach Afrika vor. Ming-Kaiser stellen die Landwirtschaft wieder in den Vordergrund - politische Isolation ist die Folge.
Es gab zahlreiche Gelehrte, die an verwandten Themen des Feng Shui arbeiteten. Xu Xiake war zum Beispiel der bis dato beste Geograph. Man könnte ihn auch einen Meister des Xuang di nennen. Diese Xuang di unterschied sich jedoch erheblich von Feng Shui, da es sich alleine auf die naturwissenschaftlichen Aspekte stützte. Trotzdem profitierten viele Feng Shui Praktizierende von seinem Wissen und seinen Entdeckungen. Ganz ähnlich bei einem weiteren Gelehrten den man nennen sollte: Gu Yanwu. Obwohl er angab nicht an Feng Shui zu glauben, bestand er doch darauf, daß bestimmte Topographien gutes Feng Shui hätten. Seine Ausführungen wurden von Feng Shui Meistern immer wieder gerne angeführt.
Ein weiterer Xuang di Experte dieser Periode war Ji Chen. Ji glaubte an die Anpassung an lokale Gegebenheiten und daß man ein Ort so natürlich wie möglich lassen sollte, was von der gängigen Lehrmeinung abwich. Auch er erwähnte die Wichtigkeit von Wasserwegen bei der Beurteilung eines Platzes.
Die Feng Shui Praxis während der Ming Zeit läßt sich exemplarisch durch das Verhalten des Dynastie-Gründers Zhu Yuanchang beschreiben. Auf Anraten seiner Verwalter sollte er die Hauptstadt nach Nanjing verlegen, weil die Yuan Dynastie das Erd-Chi von Bejing erschöpft hatte. Der Kaiser Zhou begutachtete das Feng Shui von Nannjing und holte sich Rat von Feng Shui Meistern. Nachdem er entschieden hatte, daß die Umgebung von Nanjing nicht zufriedenstellend war, entschied er trotzdem seine Hauptstadt in Bejing zu bauen. Er war der Meinung, daß Bejing ein sehr starker Ort war, der die Hauptstadt eines großen Reiches tragen konnte. Beim Anlegen der Gebäude befolgte er die Feng Shui Prinzipien auf das Äußerste.
Feng Shui war zu dieser Zeit eine gängige Praxis unter der gesamten Bevölkerung und im speziellen in der gebildeten Bevölkerungsschicht. Feng Shui Meister hießen damals Yin Yang Experten und zu Ihren Aufgaben zählten die Berechnung von glücksbringenden Tagen für Begräbnisse und andere Gelegenheiten, generelle Feng Shui Themen und die Beurteilung von Orten.
1405-1433 Übersee Expedition des Admirals Zheng He.
1644-1911 Qing Dynastie
China wird von den Mandschuren erobert. Trotz erbitterten Widerstand errichten die Mandschus die Qing Dynastie und erweisen sich als erfolgreiche fremde Regenten- Trotz ethnischer Trennung (Eheverbot), strikter militärischer Kontrolle und der Auflage für chinesische Männer, ihre Haare zum Zopf zu flechten, übernehmen sie Errungenschaften der Ming, sorgen für Frieden und Wohlstand. Lokale Aufstände und das militärische Eindringen westlicher Kolonialmächte schwächen das Imperium.
Der kaiserliche Hof nahm Feng Shui sehr ernst bei der Erbauung und Renovierung von Mausolen sowie generellen Gebäuden.
Auch die gemeine Bevölkerung nahm Feng Shui sehr ernst. Im Norden Chinas wurden alle Türen der Shiheyans (Häuser mit einem Hof in der Mitte) an der vorderen linken Ecke des Hofes angelegt. Man nannte es das Tor des grünen Drachen.
Aus dieser Zeit gibt es unzählige Dokumente zur Ausübung von Feng Shui, die verschiedene örtliche Gebräuche und die verschiedenen Mentalitäten der Bevölkerung wiederspiegeln.
Am Ende der Qing Dynastie, als die Kuomingtang Verwaltung ihre Hauptstadt südlich von Nanjing verlegte, wurde gemunkelt, daß Bejing sein Qi als Hauptstadt verloren habe. Das kaiserliche Chi sei verloren gegangen, weil die drei Tore in der Innenstadt die Namen von drei Kaisern tragen die jeweils am Ende der Yuan, Ming und Qing Dynastie regierten.
Während der Qing Dynastie entstand auch das heute in Hong Kong sehr populäre Xuang Kong Feng Shui (besser bekannt als Fei Tien oder Fliegende Sterne). Es basiert auf dem Buch Xuan Kong Wissen (Shen Shi Xuan Kong) des Gelehrten Shen Zhu-ni. Es ist vor allem deswegen so populär, weil alle Prinzipien und Berechnungen sehr klar beschrieben und festgehalten sind.
1840-42 Niederlage im anglochinesischen Opiumkrieg. Als Peking sich gegen den forcierten Opiumimport wehrt, kommt es zum Krieg. Die untelegenen Qing werden fortan immer wieder durch Ungleiche Verträge zu einer Politik der Offenen Tür - territorialen Zugeständnissen - gezwungen.
1850 1864 Taiping Aufstand
1858-1860 zweiter Opiumkrieg
1897 Deutsche Marine besetzt die Region um Qing-dao
1900 Boxeraufstand
1911 Xinhai-Revolution, Sturz der Ming Dynastie
1912 Gründung der Republik China.
Erst durch Sun Yat-sen, dem Führer des Vorläufers der Nationalen Volkspartei (Kuomintang/KMT) gelingt der Sturz des Kaiserhauses und die Errichtung der Republik China.
Ohne eigene Streitkräfte droht die junge Nation am Widerstand regionaler Militärmachthaber und an den Winkelzügen ausländischer Kolonialisten zu scheitern. Hilfe erhält Sun Yat-sen von der Sowietunion, die sowohl auf die Nationalisten wie auf die 1921 in Shanghei gegründete Chinesische Kommunistische Partei setzt: rundlage für den späteren Machtkampf zwischen KMT und KP.
Die von Moskau diktierte Zusammenarbeit - KP-Leute sollen in die KMT eintreten endet 1927 nach dem Tod von Sun Yat-sen. Zwei Jahre zuvor, hatte General Chiang Kai-shek die KMT-Führung übernommen und den Sitz der Republik nach Nanjing verlegt. Beim Vormarsch auf Shanghai lässt Chiang die kommunistischen Arbeitermilizen von Gangsterbanden ermorden; Massaker in anderen Städten folgen. Die KP geht in den Untergrund.
Das Nanjin-Regime unter Chiang Kai-shek kontrolliert bald die Hälfte Chinas. Der Versuch der KP, mit Aufständen die Macht zu ergreifen endet mir einem fiasko. Die Überreste der gerade gegründeten Roten Armee ziehen sich in die Berge von Jiangxi zurück, in das Basisgebiet von Bauernführer Mao Zedong.
1934 bis 1934
wachsen die Guerillahaufen zu einer Armee von mehr als 100.000 Mann: chiang befiehlt ihre Auslöschung, und im Oktober ist die Rote Armee schließlich gezwungen, nach Nordchina zu fliehen. Der Lange Marsch von 10.000 Km dauert ein Jahr.
1937
Sechs Jahre nachdem Japan im September 1931 die Mandschurei besetzt und ein Marionettenregime unter dem letzten Kaiser Pu Yi errichtethatte, beginnt die völlige Invasion chinas: Mit barbarischer Härte wird ein Großteil des Landes unter Kontrolle gebracht. Chiang wird schon vorher von einem General gezwungen, den Anti-KP-Kurs (Befriedung zuerst, widerstand später) zu ändern: KP und KMT verständigen sich auf eine Einheitsfront beim Kampf gegen die Aggressoren.
1945
Mit Ende des zweiten Weltkriegs bricht das Bündnis endgültig auseinander, mit Angriffen Chiangs in Nordostchina beginnt der vierjährige Bürgerkrieg. Nach mehreren Niederlagen setzt sich Chiang mit der KMT-Führung, den Goldreserven und seinen Truppen nach Taiwan ab. In Peking ruft Mao Zedong am 1. Oktober die Volksrepublik China aus.
50er Jahre
Sie gelten als nostalgisch verklärt, als goldene Ära des Mao-Regime. Geeint durch die immensen Aufgaben des Aufbaus und in der Furcht vor einer US Invasion während des Korea-Krieges, erlebt China dank Landreform und Sozialisierung der Industrie einen Wirtschaftsboom.
Die nachfolgende erzwungene Kollektivierung der Bauern in Volkskommunen endet als Desaster. Zusammen mit der 1957 von Mao verordneten Industrialisierung, ist der Große Sprung nach vorn schuld an Hungersnöten, bei denen mindestens 30 Millionen Chinesen sterben.
Die Katastrophe, verschärft durch den Abzug sowjetischer Hilfe nach ideologischen Zerwürfnissen, führt zum Autoritätsverfall Maos. Das Desaster wird Mao persönlich angelastet, und er verliert sogar das Amt des Staatspräsidenten.
16. Oktober 1964 zündet China im Testgebiet Xinjiangs seine erste Atombombe. Bis 1969 führt Peking 45 Atomtests durch
Präsident Liu Shaoqi und KP-Generalsekretär Deng Xiaoping verordnen die Rückkehr zu einem pragmatischen Wirtschaftskurs mit begrenzten freien Märkten, privaten Äckern und profitablen Kleinunternehmen. Für Mao ist dies nichts weniger als eine Rückkehr zur kapitalistischen Vergangenheit, gegen die er 1966 mit Hilfe der Militärs die Große proletarische Kulturrevolution vom Zaun bricht.
Der Machtkampf im Gewand eines ideologischen Linienkampfes führt zur brutalen Unterdrückung entmachteter Parteigenossen und zu bürgerkriegsähnlichen Auseinandersetzungen einander befehdender KP-Fraktionen. Ein Personenkult um Mao und seine Gedanken, zusammengefaßt im Roten Buch, erhebt den Diktator zum Großen Lehrer, großen Führer, Obersten Kommandeur und Großen Steuermann.
1966-1967
Während der Kulturrevolution (1966-1976) war die Feng Shui Praxis zusammen mit allen Dingen die an die Feudalgesellschaft erinnerten verboten.
24. April 1970
Mitten in den politischen Wirren verkündet China den ersten Satellitenstart.
9. September 1976
Tod Mao Zedongs. Die als Viererbande bekannte KP-Fraktion um Maos Witwe Jiang Qing wird bei einem gewaltlosen Putsch gestürzt. Der zuvor entmachtete Deng Xiaoping kehrt in die Führung Chinas zurück
Dezember 1978
Das Zentralkomitee der KP verkündet die Reform und Öffnungspolitik.
Frühling 1989
Tiananmen Massaker. Ca. 3000 Menschen verlieren ihr Leben
Frühjahr 1992
Reise nach Süden. Patriarch Deng bricht zu einer Inspektionsreise in die boomenden Industriestandorte Chinas auf um Zweifel an der Weiterführung seiner pragmatischen Wirtschaftspolitik zu zerstreuen.
19. Februar 1997
Jiang Zemin verspricht nach dem Tod von Deng Xiaopings den Kurs der Öffnung beizubehalten
März 2003
Jiang Zemin tritt ab. Hu Jintao wird Staatspräsident, Wen Jiabao Premierminister
Das moderne China Obwohl die Regierung des neuen Chinas die Reform der Begräbnisbräuche propagiert, überdauerten die traditionellen Konzepte und Gebräuche. Feng Shui behielt einen starken Einfluß auf das Leben der Menschen, sogar im Neuen China. Trotz starker Empfehlungen zur Kremation werden 2/3 der Toten immer noch in der Erde begraben und belegen damit wichtiges Land, daß zur Kultivierung gebraucht wird.
In den letzten Jahren wird Feng Shui wieder verstärkt praktiziert. In den ländlichen Gegenden von China sorgen sich die Menschen wieder sehr stark um YinZhai und zahlen sehr große Summen für die Erbauung und Renovierung von Gräbern. Das Land, das berühmte Feng Shui Orte umgibt wie z.B. die westlichen Seen von Hang Zhou in der Zhejiang Provinz, berühmte Berge wie Lu Shan und Huang Shan wurde zur Errichtung von Begräbnisplätzen gekauft. Damit wird zum Teil auch versucht das während der Kulturrevolution zerstörte Familien Feng Shui wieder herzustellen.
In den Städten fangen sogar offizielle Stellen wieder an Feng Shui zu verwenden. 1990, zum Beispiel, sagte man einem Regierungsgebäude in der Provinz Guangdong nach, es habe schlechtes Feng Shui. Eine Tageszeitung berichtete über Unfälle und Todesfälle die mit dem Gebäude in Zusammenhang gebracht wurden. An dem Gebäude wurden daraufhin mit der Hilfe von Feng Shui Experten zahlreiche Veränderungen vorgenommen.
Auch Yang Zhai Feng Shui wird in letzter Zeit in ländlichen wie urbanen Gegenden wieder ernsthaft praktiziert.
Es gibt aber auch in China, wie überall auf der Welt, jede Menge Scharlatane die nicht nur finanziellen Schaden anrichten sondern auch den Namen des Feng Shui beschmutzen.
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