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Fünf Elemente

Die Fünf Elemente der Chinesischen Medizin

Auch: Fünf Wandlungsphasen, chin.: Wu Xing.

Die Lehre der Fünf Elemente (Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser) ist ein zentraler Baustein der Chinesischen Medizin, entwickelt vor über 2000 Jahren. Erwähnung finden die 5 Wandlungsphasen bereits im Huangdi Neijing, entstanden im Zeitalter der Streitenden Reiche (475 - 221 v. Chr.). Der erste Band: Suwen, Einfache Fragen, umfasst in der Fassung von Wang Bing (8. Jh. n. Chr.) 81 Kapitel. Das fünfte Kapitel handelt von den Entsprechungen der Fünf Elemente in Himmel, Erde und dem Menschen und stellt die Grundlage der Fünf-Elemente-Kosmologie dar. Abgeleitet aus der Beobachtung der Natur, dient es zur Beschreibung der Wechselwirkungen zwischen Mensch und Umwelt ebenso wie zwischen den einzelnen Organen innerhalb des menschlichen Organismus.

Je nach Zusammenhang können die Fünf Elemente oder Fünf Wandlungsphasen (wörtlich: die Fünf Wandernden) gesehen werden als fünf Materialien, fünf archetypische Grundkräfte, fünf Phasen zyklischer Wandlungsprozesse, fünf Anteile eines lebendigen Systems, die sich gegenseitig beeinflussen - oder als all das zugleich.

Das Entsprechungssystem
Das klassisch-chinesische Entsprechungssystem der Fünf Elemente ist eine Analogiebildung: alles was eine ähnliche Energie hat, wird dem gleichen Element zugeordnet - ob im Himmel (Jahreszeiten, Himmelsrichtungen, klimatische Einflüsse), auf der Erde (die Rohmaterialien Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser, die von den Pflanzen hervorgebrachten Geschmacksrichtungen, die Entwicklung der Pflanzenwelt im Jahreslauf usw.) und ebenso im Menschen.

Wenn zum Beispiel dem Holz die aufsteigende Bewegung der wachsenden Pflanze entspricht, dann ebenso im Himmel die aufsteigende Sonne, und damit: der Morgen, der Frühling und die Himmelsrichtung der aufsteigenden Sonne, nämlich der Osten - und im Menschen der Ärger: "Mir kommt gleich die Galle hoch!"

Grundlagen
Die Fünf Elemente: Grundkräfte der Natur
Die Fünf Elemente (Fünf Wandlungsphasen) werden zum einen als Grundkräfte der Natur gesehen, die sich in jedem Menschen wiederfinden. Zum anderen sind sie ein Modell für alle zyklischen Wandlungsprozesse.

In diesem ganzheitlichen Herangehen gibt es keine Trennung von Körper, Emotionen, Gedanken und Bewußtsein - diese werden als verschiedene Ausdrucks- oder Erscheinungsformen derselben Energie angesehen. So sind zum Beispiel der Frühling, der Wind, der Osten, die Leber, der Ärger, die Kreativität und die Fähigkeit zu planen gleichermaßen Ausdruck von Holz-Energie.

Ungleichgewichte und ihre Harmonisierung
Die Chinesen beschreiben, wie die Fünf Elemente sich gegenseitig sowohl stärken als auch regulieren, und wie sich eine Schwächung an einer Stelle des Systems im gesamten System fortpflanzt.

Anhand des Zusammenwirkens der Fünf Elemente lässt sich jedes lebendige System beschreiben und auf Ungleichgewichte und deren Zustandekommen hin untersuchen. So wird es möglich, systematisch Lösungswege zu entwickeln, die zu einem neuen Gleichgewicht führen.

Über die Medizin hinaus lässt sich dieses universelle Modell auf unsere Beziehungen oder Projekte ebenso erfolgreich anwenden, wie es zur Lösung von Konflikten im privaten wie beruflichen Bereich und allgemein zur Verbesserung unseres Lebens beitragen kann.

Die Fünf Wandlungsphasen heißen: Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser. Die Elemente gehen in oben genannter Reihenfolge zyklisch ineinander über, bzw. bringen einander hervor, wobei auf Wasser wieder das Holz folgt. Diese Abfolge der Elemente wird Erzeugungs- oder Entstehungszyklus genannt.

In ihren Ursprüngen waren die fünf Wandlungsphasen ein Konzept zur Beschreibung der Natur, erhielten später aber Einzug in viele andere Bereiche der chinesischen Kultur, wie chinesische Medizin und chinesische Astrologie. Die Fünf Wandlungsphasen haben so neben der Beschreibung der Natur und ihrer Wandlung im Jahreslauf eine biologische, eine physiologische und eine psychologische Komponente erhalten.
Auch im Feng Shui nimmt die Lehre der fünf Elemente eine zentrale Stellung ein.

Es gibt verschiedene Interaktionen der fünf Elemente untereinander: den Entstehungszyklus, den Kontrollzyklus, den Erschöpfungszyklus, und den Verhöhnungszyklus.



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