Feng Shui Glossar
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Qi
Im Feng Shui ist das Wort Qi eines der am häufigsten missverstandenen Worte. Die Übersetzung lautet sehr häufig: "Energie". Was Energie im 4. Jahrhundert nach Christus in einem Land wie China bedeutet hat ist wohl mit unserem Verständnis von Energie nicht vergleichbar.
Daher verweisen wir an dieser Stelle auf die Forschung von Dr. Manfred Kubny. Nach Kubny ist der Begriff Qi nicht übersetzbar. Um den Begriff trotzdem für das westliche Verständnis zu verdeutlichen, verwendet er den Begriff "Lebenskraftkonzept".
Aus unserem Verständnis bezeichnet Qi eine ständige Interaktion des feinstofflichen Bereichs mit der Materie, wie es auch im Begriff "Feng Shui" - "Wind" und "Wasser" dargestellt wird. Wind ist dabei der unsichtbare Bestandteil, der eine Wirkung auf die Materie, den Grobstoff hat. Wasser ist dabei der Materielle, fassbare Bestandteil, der jedoch verdunsten kann und so wieder feinstoffliche Bestandteile in sich trägt.
Im Feng Shui leiten wir daraus die Theorie von Fluss und Sammlung des Qi ab.
Auf einen Raum übertragen könnte man sagen, dass ein Raum funktionale Bestandteile wie Türen und Fenster hat, welche die grobstoffliche Ebene darstellen. Durch die Anordnung dieser grobstofflichen Komponenten entsteht eine bestimmte Atmosphäre, die von verschiedenen Menschen auf Grund ihrer individuellen Prädisposition sehr unterschiedlich wahrgenommen werden kann. Dies ist die subtile Ebene eines Raumes. Im Feng Shui versuchen wir daher einen Raum zum Beispiel durch die Analyse des "Qi-Flusses" und des "Jue Qi-Bereichs“ in seinen grobstofflichen wie subtilen Ebenen wahrzunehmen und zu beschreiben.
Philosophisch gesehen regt dieses Axiom dazu an, die Wirkkräfte hinter den sichtbaren Dingen zu ergründen um so eine Vorhersage über den Verlauf, die "Wandlung", der Dinge abgeben zu können. Im Feng Shui ergründen wir daher unter Bezug auf das "Qi" die Struktur des Raumes um seine Wirkung auf den Menschen zu ergründen.
Darüber hinaus ist der Qi-Begriff sehr umfassend und ist Kernbegriff lebensverängerender Techniken wie Qi Gong. Bei diesen Techniken wird der Qi-Fluß im Körper erfahrbar gemacht.
Auch die chinesische Medizin greift in Ihrer Beschreibung des meschlichen Organismus auf das Qi-Konzept zurück, wobei es hier vor allem um das Regulieren des Qi-Flusses im menschlichen Körper geht.
Bei den Kampfsportarten wie zum Beispiel Kung Fu geht es wiederum darum den Gegner durch fokussieren des eigenen Qi zu besiegen.
Noch heute ist der Qi Begriff in China lebendig, so heißt der Wetterbericht zum Beispiel "Qi-Report" und wenn man eine Person nicht mag, "bringt sie das eigene Qi durcheinander".
Eine andere Schreibweise für Qi ist „Chi“.
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